
19 März Schule der Schönen Künste von Panormos, Tinos
VORBEREITENDE UND BERUFSBILDENDE SCHULE DER SCHÖNEN KÜNSTE VON PANORMOS, TINOS
Die Schule wurde mit dem Ziel gegründet, die Tradition des Marmorhandwerks zu bewahren und aufrechtzuerhalten sowie das künstlerische Talent junger Menschen zu fördern und zu entwickeln. Das Ziel der Schule ist es, den Studenten eine professionelle Ausbildung im Bereich des Marmorhandwerks zu vermitteln. Heute sind die Absolventen geschätzte Fachleute, Künstler oder akademische Lehrer.
Tinos, und insbesondere Pyrgos, ist das wichtigste Zentrum der neohellenischen Marmorkunst in Griechenland, das seit 2015 auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO steht. Warum Pyrgos? Das Gebiet mit seinem kargen Boden war reich an weißem, grauem und grünem Marmor, so dass viele Steinbrüche entstanden. Die Kunst des Marmorabbaus wurde von Vater zu Sohn weitergegeben, und nach und nach entstanden große Marmorierer und berühmte Künstler. Sie hinterließen ihre Spuren in ganz Griechenland, Kleinasien, Konstantinopel, Rumänien, Südrussland und Ägypten.
In der Blütezeit, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gab es in Pyrgos etwa 500 Marmorarbeiter und 100 Steinbrucharbeiter. Im 19. Jahrhundert veranlasste die dominierende Stellung des Marmors beim Bau der neuen Hauptstadt und anderer Städte die Marmorarbeiter von Tinian, die Stadt zu verlassen und große Marmorschnitzereien zu eröffnen – hauptsächlich in Athen. Bereits in den 1830er Jahren arbeiteten sie in den Steinbrüchen von Penteli und beim Bau des Palastes des Palastes. In Athen und anderen griechischen Städten (wie Piräus, Ermoupolis, Patras, Kalamata, Chalkida, Thessaloniki, Rhodos) hinterließen die Marmorarbeiter von Tinian ihre Spuren in neoklassizistischen Villen, Kirchen, Friedhöfen und bei der Restaurierung antiker Denkmäler. Aus ihnen und ihren Nachkommen gingen große Namen der modernen griechischen Bildhauerei hervor.
Die meisten Fotos: Evelyn Foskolou